Zwei italienische Ikonen, ein Jubiläum: Leone Pastillen aus Turin und die Vespa aus Pontedera feiern 2026 gemeinsam den 80. Geburtstag des berühmtesten Motorrollers der Welt. Herausgekommen ist eine limitierte Sammel-Edition, bei der die traditionsreichen Dosen der Manufaktur Leone 1857 klassische Vespa-Modelle als Motiv tragen. Wir haben uns angesehen, was in den Dosen steckt, welche Motive es gibt – und warum die Leone-Pastillen in dieser Aufmachung längst mehr sind als eine Süßigkeit.
TL;DR – Das Wichtigste auf einen Blick
● Anlass: 80 Jahre Vespa – das Patent wurde am 23. April 1946 angemeldet.
● Die Partnerschaft zwischen Leone und Piaggio besteht seit einigen Jahren und wurde zum Jubiläum um zwei Motive erweitert.
● Neu 2026: Leone Pastillen in der Dose Vespa 50 (1963) mit Erdbeere und Vespa 180 Rally mit Zitrone.
● Dazu die Klassiker Primavera, 50 Special und 125 sowie große Sammeldosen mit Fruchtgelees und Pastillen.
● Alle Pastillen von Leone sind vegan, glutenfrei und palmölfrei – und die Dosen sind ausdrücklich zum Sammeln gemacht.
80 Jahre Vespa: warum 2026 ein besonderes Jahr ist
Die Geschichte beginnt im zerstörten Nachkriegsitalien. Enrico Piaggio, dessen Flugzeugwerke nach dem Krieg nicht mehr produzieren durften, suchte nach einem Fahrzeug, das sich jeder leisten konnte. Er beauftragte den Luftfahrtingenieur Corradino D'Ascanio – einen Mann, der Motorräder eigentlich unbequem und schmutzig fand. Genau diese Abneigung machte den Entwurf so besonders: D'Ascanio verlegte den Motor ans Hinterrad, verzichtete auf die Kette, schuf einen durchstiegfreien Rahmen und ein Schutzschild gegen Spritzwasser.
Am 23. April 1946 meldete Piaggio das Patent für „ein Motorrad mit einem rationalen Komplex von Organen und Elementen“ an. Noch im selben Monat lief in Pontedera die Serienfertigung der Vespa 98 an – 3,2 PS, 60 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Zum Jubiläum lädt Piaggio vom 25. bis 28. Juni 2026 nach Rom zu den Vespa World Days und bringt eine Sonderserie „Vespa 80th“ im Farbton Verde Pastello heraus. Und eben: eine süße Kooperation aus dem Piemont – der Anlass für die neuen Leone-Pastillen mit Vespa-Motiv.
Leone Pastillen: fast 170 Jahre Handwerk aus Turin
Wer Leone Pastillen kennt, weiß, dass die Marke ähnlich tief in der italienischen Alltagskultur verankert ist wie der Roller selbst. Gegründet wurde die Confetteria 1857 von Luigi Leone in Alba im Piemont. Später zog der Betrieb nach Turin.
Die entscheidende Wende kam 1934: Giselda Balla Monero übernahm gemeinsam mit ihrem Bruder Celso Balla das Unternehmen und führte es an den Corso Regina Margherita – ungewöhnlich für eine Zeit, in der eine Frau an der Spitze einer Fabrik eine Seltenheit war. Sie prägte Sortiment und Erscheinungsbild, die die Marke bis heute tragen. 2006 zog die Produktion nach Collegno am Stadtrand von Turin.
Bemerkenswert ist, dass die Pastillen von Leone noch immer in denselben traditionellen Bronzeformen hergestellt werden, die seit Beginn der Produktion im Einsatz sind. Die berühmteste Sorte ist bis heute die Veilchenpastille – ein Geschmack, den man entweder liebt oder gar nicht versteht, und der in Turin einfach dazugehört.
Pastiglie Leone e Vespa: was die Kollektion enthält
Die Kampagne läuft in Italien unter dem Namen Pastiglie Leone e Vespa und ist keine einmalige Aktion, sondern eine über Jahre gewachsene Serie. Zum 80. Jubiläum kamen zwei neue Motive hinzu – damit gibt es die Leone-Pastillen inzwischen in fünf verschiedenen Vespa-Aufmachungen.
Die neuen Jubiläumsdosen
Die beiden Neuzugänge greifen zwei besonders geliebte Modelle auf. Die Jubiläumsdose mit Erdbeerpastillen zeigt die Vespa 50 aus dem Jahr 1963. Piaggio hatte sie gezielt für einen ganz eigenen Markt gebaut: Einsitzige Fahrzeuge bis 50 Kubikzentimeter durften in Italien schon Vierzehnjährige ohne Führerschein fahren. Für eine ganze Generation war dieses Modell damit der erste Geschmack von Freiheit. Die Jubiläumsdose mit Zitronenpastillen trägt die Vespa 180 Rally, das sportliche Modell der späten Sechziger. Beide Dosen fassen 30 Gramm und sind im typischen Vintage-Grafikstil gehalten.
Die Klassiker der Serie
Ergänzt werden die Neuheiten durch die bereits etablierten Motive der Reihe: Vespa Primavera, Vespa 50 Special und Vespa 125. Diese drei Dosen enthalten die gemischten erfrischenden Leone Pastillen – jene früchtige Mischung.
Die Modellauswahl ist alles andere als zufällig. Die Vespa 125 war ab 1948 das erste größere Serienmodell und machte den Roller endgültig alltagstauglich. Primavera und 50 Special stehen für das Lebensgefühl der späten Sechziger und frühen Siebziger – die Roller, auf denen halb Italien zur Schule, zur Arbeit und abends auf die Piazza fuhr. Wer eine dieser Dosen in die Hand nimmt, hält ein ziemlich präzises Stück Alltagsgeschichte.
Die großen Sammeldosen
Für alle, die es größer mögen, gibt es die Vespa-Dosen im XL-Format: mit Fruchtgelees, mit gemischten Pastillen und mit den klassischen Karamellen. Die große Dose mit Fruchtgelees ist dabei die auffälligste – und die, die nach dem Leeren am wahrscheinlichsten auf dem Regal stehen bleibt.
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Motiv |
Inhalt |
Größe |
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Vespa 50 (1963) – Jubiläum |
Erdbeerpastillen |
30 g |
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Vespa 180 Rally – Jubiläum |
Zitronenpastillen |
30 g |
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Vespa Primavera |
Gemischte Pastillen |
30 g |
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Vespa 50 Special |
Gemischte Pastillen |
30 g |
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Vespa 125 |
Gemischte Pastillen |
30 g |
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Große Vespa-Dose |
Fruchtgelees |
200 g |
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Große Vespa-Dose |
Gemischte Pastillen |
250 g |
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Große Vespa-Dose |
Karamellen Regal |
200 g |
Warum die Vespa auf eine Blechdose gehört
Man könnte einwenden: was hat ein Motorroller auf einer Süßigkeitendose zu suchen? Ziemlich viel, wenn man sich anschaut, was die Vespa in Italien bedeutet. Sie war nie nur ein Verkehrsmittel, sondern das erste Objekt, das der Nachkriegsgesellschaft Bewegungsfreiheit gab – bezahlbar, wendig, und im Gegensatz zum Motorrad auch im Sonntagsanzug oder im Rock zu fahren. Genau dafür hatte D'Ascanio den durchstiegfreien Rahmen konstruiert.
Spätestens 1953 wurde daraus ein weltweites Symbol: In „Ein Herz und eine Krone“ kurvten Audrey Hepburn und Gregory Peck auf einer Vespa durch Rom, und das Bild ging um die Welt. Seither steht der Roller für eine bestimmte Idee von Italien – leicht, elegant, ein bisschen improvisiert. Dieselbe Idee transportieren die Leone-Dosen mit ihren Vintage-Grafiken. Beide Marken verkaufen streng genommen etwas sehr Einfaches: die eine ein Blechfahrzeug, die andere Zucker mit Aroma. Was sie tatsächlich verkaufen, ist eine Erinnerung.
Leone Pastillen als Sammelobjekt: warum die Dosen bleiben
Leone hat sein Verpackungsdesign nicht so viel modernisiert im Sinne von geglättet – die Grafiken bleiben bewusst im Stil italienischer Werbeplakate des frühen 20. Jahrhunderts. Kräftige Farbflächen, klare Konturen, kein Hochglanz. In Kombination mit den Vespa-Modellen entsteht daraus ein Objekt, das eher an ein Sammelkärtchen erinnert als an eine Süßwarenverpackung.
Dazu kommt die Serienlogik. Wer eine Dose hat, merkt schnell, dass es fünf Vespa-Motive gibt – und dass Leone dieselbe Idee auch für andere italienische Fahrzeuglegenden umgesetzt hat: die Ape Piaggio, die Moto Guzzi und den Fiat 600 Multipla. Die Dosen stapeln sich also fast von selbst. Genau deshalb funktionieren die Leone-Pastillen auch bei Menschen, die eigentlich gar keine Pastillen essen.
Ein praktischer Hinweis für Sammler: Limitierte Motive der Leone Pastillen verschwinden nach Ende der Aktion tatsächlich aus dem Sortiment. Die beiden Jubiläumsdosen sind ausdrücklich auf das Jahr 2026 begrenzt.
Was in den Leone Pastillen steckt
Bei aller Nostalgie ist die Zutatenliste bemerkenswert kurz. Die Erdbeer-Jubiläumsdose etwa enthält Zucker, Gummi arabicum, Traganth, Glycerin, Erdbeersaft, Aromen, Weinsäure und Anthocyane als färbenden Pflanzenextrakt – mehr nicht. Keine Fette, keine Gelatine, keine künstlichen Farbstoffe.
Für die Praxis heißt das: Die Leone Pastillen sind vegan, glutenfrei und palmölfrei. Gerade der letzte Punkt ist uns wichtig – bei uns geht kein Produkt ins Sortiment, das die Palmölprüfung nicht besteht, und Leone erfüllt diesen Anspruch ohne Ausnahme. Geschmacklich sind die Pastillen intensiv und nicht so trocken; sie werden gelutscht, nicht gekaut, und halten deutlich länger, als ihre Größe vermuten lässt.
Auch die Herstellung ist angenehm altmodisch. Die Pastillen werden nicht gebacken, sondern in traditionellen Bronzeformen geformt und anschließend getrocknet – in denselben Formen, die Leone seit Beginn der Produktion verwendet. Das erklärt die charakteristische, leicht raue Oberfläche und die Tatsache, dass keine zwei Pastillen exakt gleich aussehen. Industriell wäre das längst anders lösbar; hier ist es Teil des Produkts.
Ein Wort zur Menge: die 30-Gramm-Dosen sind bewusst klein gehalten. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern entspricht der italienischen Verwendung – ein, zwei Pastillen nach dem Kaffee, nicht eine Handvoll vor dem Fernseher. Wer die Dose in dieser Geschwindigkeit leert, hat monatelang etwas davon.
Als Geschenk: klein, italienisch, sofort verstanden
Die Jubiläums-Edition ist eines der wenigen Mitbringsel, das gleichzeitig günstig, hübsch und erklärungsfrei ist. Vespa-Fahrer, Italien-Liebhaber, Kollegen mit einem Faible für Design – alle verstehen sofort, worum es geht. Und weil die Dose bleibt, wenn die Leone Pastillen längst weg sind, hält das Geschenk länger als die meisten Süßigkeiten.
Wir haben dafür zwei Zusammenstellungen kuratiert: ein Set mit passender Vespa-Postkarte für den kleinen Gruß zwischendurch und ein größeres Set rund um die XL-Dose für Geburtstage und Jubiläen.
Häufige Fragen zur Vespa-Edition
Was genau ist die Leone-x-Vespa-Kollektion?
Eine Kooperation zwischen der Turiner Manufaktur Leone 1857 und Piaggio. Die klassischen Pastillendosen tragen dabei historische Vespa-Modelle als Motiv. Zum 80-jährigen Vespa-Jubiläum 2026 wurde die Serie um zwei neue Dosen erweitert.
Welche Sorten gibt es in den Jubiläumsdosen?
Die Dose mit dem Motiv der Vespa 50 von 1963 enthält Erdbeerpastillen, die Dose mit der Vespa 180 Rally Zitronenpastillen. Beide fassen 30 Gramm. Die älteren Motive der Serie enthalten gemischte erfrischende Pastillen.
Sind die Dosen wirklich limitiert?
Ja. Die beiden Jubiläumsmotive sind auf das Jubiläumsjahr 2026 begrenzt. Wenn die Auflage abverkauft ist, werden sie nicht nachproduziert.
Sind Leone Pastillen vegan?
Ja. Die Pastillen bestehen im Wesentlichen aus Zucker, Gummi arabicum, Traganth, Glycerin, Fruchtsaft und natürlichen Aromen und enthalten weder Gelatine noch andere tierischen Bestandteile. Sie sind zudem glutenfrei und palmölfrei.
Warum wurde die Vespa überhaupt erfunden?
Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte Piaggio keine Flugzeuge mehr bauen. Enrico Piaggio suchte ein bezahlbares Fahrzeug für die Massenmobilität. Die Konstruktion von Corradino D'Ascanio – Motor hinten, kein Kettenantrieb, durchstiegfreier Rahmen – wurde am 23. April 1946 patentiert.
Gibt es die Serie auch mit anderen Fahrzeugen?
Ja. Leone hat dieselbe Gestaltungsidee auch für die Ape Piaggio, die Moto Guzzi und den Fiat 600 Multipla umgesetzt. Diese Dosen sind dauerhaft im Sortiment und ergänzen die Vespa-Serie.